Fliegen mit dem Hund
Hunde sind Abenteurer - für viele Vierbeiner hört
der Reise-Spaß allerdings spätestens bei einer
Flugreise auf. Die richtige Vorbereitung auf einen Flug mit
Hund ist daher besonders wichtig. Erkundigen Sie sich zudem
nach den genauen Quarantänebestimmungen im Land Ihres
Reiseziels. Mitunter werden dafür bis zu 6 Monate
veranschlagt - und so viel Zeit haben wohl nur die wenigsten
Urlaubsreisenden.
Übrigens: Für Haustiere wurden die
Reisebedingungen innerhalb der EU vor kurzem geändert.
Genauere und stets aktuelle Informationen finden Sie zum
Beispiel unter www.verbraucherministerium.de.
Kabine oder Frachtraum?
Die Größe macht den Unterschied: Während Sie
einen sehr kleinen Hund mit in den Passagierraum nehmen
können, müssen größere Hunde im Frachtraum
Platz nehmen.
Für den Innenraum gilt: Die Transportbox muss von der
Airline genehmigt sein und darf die Größe eines
Handgepäckstücks nicht überschreiten.
Im Frachtraum, wo die allermeisten Hunde unterkommen,
schreiben die Fluggesellschaften eine Kiste vor, in der Ihr
Hund stehen und sich umdrehen kann. Informieren Sie sich daher
rechtzeitig vor Flugantritt über die von Ihrer Airline
vorgeschriebene Größe.
Voranmeldung
Rechtzeitige Planung vermeidet Komplikationen: Geben Sie
Ihrer Fluglinie schon im Vorfeld der Reise alle nötigen
Informationen zu Ihrem Hund. Am besten fragen Sie nach den
genauen Transportbedingungen der betreffenden Fluggesellschaft,
schon bevor Sie Ihre Tickets buchen. Denn einige Firmen
transportieren Hunde nur zu bestimmten Jahres- oder sogar
Uhrzeiten.
Reichlich Auslauf vor dem Flug
Ausreichend Bewegung vor dem Flug und die Erledigung des
Hunde-Geschäfts gehören fest ins
Vorbereitungsprogramm einer Flugreise mit Vierbeiner. Die
Transportbox sollten Sie dennoch mit zerknülltem
Zeitungspapier auslegen, damit Ihr Hund auch während des
Transports urinieren kann. So ein Flug kann bei Ihrem treuen
Freund schon mal Angst auslösen und lässt ihn leicht
die Kontrolle verlieren.
Futter und Wasser
Einerseits ist es sinnvoll, Ihrem Hund Futter und Wasser in
die Transportbox zu stellen, weil er hungrig oder durstig
werden könnte - insbesondere bei Verspätungen.
Andererseits könnte etwas verschüttet werden oder
auslaufen und die Transportbox somit stark verschmutzen. Auch
das Risiko, dass sich Ihr Hund erleichtern muss, steigt
natürlich, wenn er etwas zu sich nimmt. Und zu
"schlechter" Letzt kann die Kombination aus Stress und Nahrung
auch noch eine Magenverstimmung hervorrufen.
Da ein Hund mehrere Stunden ohne Futter und Wasser auskommen
kann, sollte die Reisedauer in den meisten Fällen kein
Problem darstellen. Im Zweifel sollten Sie aber Ihren Tierarzt
um Empfehlungen bitten. Und erkundigen Sie sich auch bei Ihrer
Fluggesellschaft nach den genauen Regelungen für die
Hunde-Versorgung an Bord.
Ein einfacher Trick hilft Ihnen vielleicht weiter: Wenn Sie
gefrorenes Wasser bereitstellen, kann es beim Verladen nicht
verschüttet werden und dient nach einer gewissen Zeit doch
als Durstlöscher.
Die richtige Beschriftung
Und auch das ist wichtig: Kennzeichnen Sie Ihre Transportbox
von außen deutlich und bekleben Sie die Kiste mit
Reflektorband. So können Sie den Behälter später
einfacher erkennen. Die Namen und Daten Ihres Hundes auf der
Box sorgen für zusätzliche Sicherheit und sollten
daher auch nicht fehlen. In jedem Fall sollten Sie aber die
obere Seite der Box kennzeichnen.
Denken Sie auch daran, der Transportbox Pflegehinweise
beizufügen, damit sich bei langen Verspätungen jemand
um Ihren Hund kümmern kann. Einige Fluggesellschaften
werden Ihnen allerdings auch erlauben, bei der Verladung Ihres
Tieres zuzusehen, andere geben Ihnen Bescheid, sobald Ihr Tier
an Bord ist.
Zu guter Letzt
Anschlussflüge sorgen für zusätzlichen
Aufwand - erkundigen Sie sich also, ob sie Ihren Hund beim
Umsteigen für eine kurze Gassi-Pause ausführen
können.
Es besteht selbstverständlich die Möglichkeit,
Ihren Hund für den Flug mit Medikamenten zu beruhigen. Sie
sollten Ihr Tier jedoch auf keinen Fall ohne vorherige
Absprache mit Ihrem Tierarzt ruhig stellen.