Welche besonderen Ernährungsbedürfnisse haben Hunde?
Dieses Ergebnis ist eindeutig: In einer Studie zu
hausgemachtem Tierfutter wurden mehr als 90% der Futtermittel
als ernährungsspezifisch unausgewogen und
unvollständig für die Haustiere eingestuft.*
Nicht allein deshalb gilt es zu
beachten:
- Jede Spezies hat sehr unterschiedliche
ernährungsspezifische Anforderungen. Futter für
Ihren Hund zuzubereiten ist nicht das Gleiche, wie für
Ihre Kinder oder sich selbst zu kochen. Die
Ernährungsanforderungen von Hunden unterscheiden sich
deutlich von denen der Menschen.
- Futtermittel, die nicht richtig ausgewogen und auf die
Bedürfnisse eines Hundes abgestimmt sind, können zu
gesundheitlichen Problemen führen. Für einen
gesunden Stoffwechsel muss zum Beispiel der Kalzium- und
Phosphorgehalt gut ausbalanciert sein, um sicherzustellen,
dass ein sorgfältig bemessener, höherer Anteil an
Kalzium als an Phosphor enthalten ist. **
- Hunde benötigen einen deutlich höheren
Tauringehalt in ihrer Nahrung als Menschen. Zu wenig Taurin
kann zu Herz- und Augen-Erkrankungen
führen.†
- Füttern Sie Ihren Hund niemals mit rohem Fleisch.
Die Verarbeitung von rohem Fleisch ist immer ein kritischer
Teil beim Zubereiten von Speisen - das gilt für uns
Menschen und ist ebenso wichtig bei der Futterzubereitung
für unsere Hunde. Rohes Fleisch enthält häufig
Bakterien wie Salmonellen, Listerien und sogar Kolibakterien,
die sowohl für die Haustiere selbst, als auch für
die Tierhalter sehr gefährlich sein können. Hunde
und andere Haustiere, die mit rohem Fleisch gefüttert
werden, können die Bakterien anschließend auf
Menschen übertragen, die mit ihnen in Kontakt kommen.
Kleine Kinder, ältere Menschen und Menschen mit einem
geschwächten Immunsystem können dadurch ernsthaft
erkranken. ††
* Klinische Diätetik für Kleintiere, 4. Auflage,
Seite 169
** Klinische Diätetik für Kleintiere, 4. Auflage,
Seite 310
† Klinische Diätetik für Kleintiere, 4.
Auflage, Seite 30
†† FDA Mitteilung, 18. Dezember 2002