Was ist besser für Katzen: Nass- oder Trockenfutter?

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Wenn eine Katze bei Ihnen einzieht, stehen Sie vor einer schwierigen Entscheidung: Sollte man besser Nass- oder Trockenfutter füttern? Beide Futterarten sind letztendlich hervorragende Möglichkeiten, Ihre Katze angemessen und ausgewogen zu ernähren, wenn Sie sie in der richtigen Menge füttern. Einige Katzenbesitzer füttern eine Mischung aus beidem. Natürlich bietet jede Futterart für sich bestimmte Vor- und Nachteile. Folgendes sollten Sie wissen, damit Sie entscheiden können, was für Ihre Katze am besten ist.

Vorteile von Nassfutter

Nassfutter für Katzen ist in Dosen erhältlich, manchmal bereits in entsprechenden Portionsgrößen, die Katzen lieben. Nassfutter kann auch für Katzen vorteilhaft sein, bei denen bestimmte Beschwerden diagnostiziert wurden. Der höhere Feuchtigkeitsgehalt bei den meisten Dosenprodukten versorgt Katzen mit Harnwegs- und Nierenbeschwerden zusätzlich mit Wasser, was laut PetMD dazu beiträgt, Harnsteinkristalle leichter aus dem Körper zu spülen und infolgedessen das Risiko für eine Harnsteinbildung zu reduzieren. Und es hilft auch, bei Nierenbeschwerden einer Dehydrierung entgegen zu wirken. Auch bei anderen gesundheitlichen Problemen kann Nassfutter eine gute Möglichkeit darstellen, bei Ihrer Katze für eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme zu sorgen.

Nachteile von Nassfutter

Im Verhältnis zur Menge ist Nassfutter für gewöhnlich teurer und Katzenbesitzer, die eher über ein begrenztes Budget verfügen, bevorzugen daher möglicherweise Trockenfutter. Geöffnete Dosen müssen mit passenden Deckeln verschlossen werden. So bleibt das Futter frisch und der Geruch kann sich nicht im ganzen Kühlschrank verteilen (angebrochene Dosen sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden, damit das Futter nicht verdirbt). Einige Katzen mögen allerdings kein kaltes Futter, deshalb sollte man das Dosenfutter auf einem mikrowellengeeigneten Teller für ca. 3-5- Sekunden in der Mikrowelle erwärmen, bevor man die Katze füttert. Wenn Ihre Katze nicht besonders hungrig ist, bleibt vielleicht ein Rest Nassfutter in der Schüssel liegen. Diese Reste sollten spätestens nach vier Stunden entsorgt werden.

Und wenn es sich bei Ihrem Stubentiger um eine Langhaarkatze oder eine Katze mit hellem Fell handelt, könnten Sie eventuell abgeneigt sein, Nassfutter zu füttern, da das Futter an ihren Schnurrhaaren oder ihrer Nase kleben bleiben könnte. Katzen sind aber äußerst reinliche Tiere und putzen sich selbst das Gesicht sauber. Und mit der Zeit wird Ihre Katze lernen, beim Fressen etwas weniger zu „kleckern“. Wenn ausgerechnet Ihre Katze eher etwas faul ist und sich selbst nicht so regelmäßig putzt, könnten Sie ihr das Futter auf einem flachen Teller geben und Feuchttücher kaufen, die für Katzen geeignet sind, um damit ihr Gesicht nach dem Fressen abzuwischen.

Vorteile von Trockenfutter

Trockenfutter für Katzen ist in Beuteln in praktischen Größen erhältlich und hält sich ohne Probleme bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung, wenn Sie den Beutel nach dem Öffnen fest verschließen, zum Beispiel mit einem Clip. Außerdem ist es günstiger als Nassfutter. Und weil es länger haltbar ist, kommt es Ihrem Budget vielleicht etwas mehr entgegen.

Einige Katzen sind glücklich und zufrieden, wenn das Trockenfutter zur freien Verfügung bereitsteht. Sie stellen Ihrer Katze einfach eine Schüssel Trockenfutter hin und Ihr Stubentiger kann sich den Tag über immer wieder daran bedienen. Andere Katzen wiederum schlagen sich den Bauch auf einmal voll und dürfen daher nur kontrolliert und portionsweise gefüttert werden. Ein normaler Messbecher ist zum Glück ein gutes Hilfsmittel, um für übergewichtige oder gefräßige Katzen einzelne Portionen abzumessen.

Trockenfutter wie Hill's Science Plan bieten eine exzellente Auswahl an unterschiedlichen Produkten. So bekommt Ihre Katze die Abwechslung, die sie benötigt und die Sie selbst auch bei Ihren Mahlzeiten schätzen.

Nachteile von Trockenfutter

Für Katzen mit gesundheitlichen Beschwerden ist Trockenfutter möglicherweise von Nachteil, weil es zum Teil aufgrund des geringeren Wassergehalts weniger leicht verdaulich ist als Nassfutter. In diesem Fall ist es wichtig, Ihren Tierarzt zu Rate zu ziehen, der Ihnen dabei helfen, das beste Futter für die Bedürfnisse Ihres Vierbeiners auszuwählen. Bedenken Sie, dass es älteren Katzen möglicherweise schwerer fällt, Trockenfutter zu fressen, insbesondere bei beginnenden Zahn- oder Zahnfleischproblemen. Die weiche Konsistenz von Nassfutter kann älteren Katzen das Fressen erleichtern und ist vielleicht besser geeignet als die knackigen Trockenfutterpellets, die sie in jüngeren Jahren gefressen haben.

Gemischte Fütterung

Mit einer gemischten Fütterung kombinieren Sie das Beste aus beidem. Sie könnten zum Beispiel morgens Trockenfutter und abends Nassfutter füttern. So kann sich Ihre Katze tagsüber nach Belieben am Trockenfutter bedienen und abends können Sie übriggebliebenes, angetrocknetes Nassfutter entsorgen, bevor Sie zu Bett gehen. Das Trockenfutter kann auch mit dem Nassfutter vermischt werden, sodass Ihre Katze zusätzlich Feuchtigkeit über das Futter aufnimmt. Sie sollten aber auf jeden Fall darauf achten, angemessene Portionsgrößen zu füttern, um sicherzustellen, dass Ihre Katze die richtige Menge an Nährstoffen erhält, die sie benötigt, um ein gesundes Gewicht zu erhalten.

Egal für welche Art Katzenfutter Sie sich entscheiden, die Frage ob Nass- oder Trockenfutter lässt sich nicht so einfach beantworten. Jede Katze ist anders und hat ihre eigenen Vorlieben was Geschmack und Konsistenz betrifft. Fragen Sie Ihren Tierarzt, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie besser Nass- oder Trockenfutter füttern sollten. Und lassen Sie sich von den Vorlieben Ihres Vierbeiners leiten, um herauszufinden, was Ihrem kleinen Freund am besten schmeckt.

Contributor Bio

Jeanne Grunert

Jeanne Grunert

 

Jeanne Grunert ist Schriftstellerin, Bloggerin und freischaffende Autorin aus Virginia. Auf ihrer 4 Hektar großen Farm versorgt sie sechs Katzen und einen Hund namens Shadow, alle aus dem Tierheim.

 

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