Fünf häufige Verdauungsprobleme bei Katzen: Was zu tun ist

Veröffentlicht von
Minuten Lesezeit

Verdauungsprobleme kommen bei Katzen relativ häufig vor, und viele Haustierhalter denken, dass das normal ist. Doch wenn sich Ihre Katze regelmäßig erbricht oder weichen Kot hat, dann spielt sich da etwas im Verborgenen ab. Es könnte Zeit werden, das Futter oder das Umfeld zu verändern, und es ist höchste Zeit, mit dem Tierarzt zu sprechen. Hier einige Tipps, um die häufigsten Verdauungsprobleme bei Katzen zu lösen.

Ingwerkatze in einer Katzentoilette, die in die Kamera schaut.

1. Darmwürmer

Innere Parasiten sind ein häufiges Problem bei Katzen — auch bei reinen Wohnungskatzen. Besonders erschwerend für die Diagnose und Behandlung ist es, dass es möglicherweise keinerlei Anzeichen gibt und die Katze trotzdem befallen sein kann. Die bei Katzen am häufigsten vorkommenden Parasiten sind Hakenwürmer, Spulwürmer und Bandwürmer.

Zu den Anzeichen, dass ein Darmparasit die Katze befallen hat, kann gehören:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Würmer in Kot oder Erbrochenen
  • Gewichtsverlust
  • Blähbauch

Darmwürmer bei Katzen sind nicht nur eklig, sondern können auch für Menschen ansteckend sein. Darmwürmer kommen vor allem bei kleinen Katzen vor, so dass sie sehr häufig entwurmt werden müssen. Aber auch ausgewachsene Tiere sollten regelmäßig eine Wurmkur bekommen, um Ihre Fellnase und Ihre Familie zu schützen. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über den besten Zeitplan und die Medikamente für die Entwurmung und besuchen Sie International Cat Care für nützliche Informationen über Wurmkuren.

2. Verstopfung

Verstopfung ist bei Katzen ein weiteres häufiges Leiden des Verdauungssystems, das meistens durch Flüssigkeitsmangel, Schmerzen oder Ernährungsweise verursacht wird. In seltenen Fällen liegt der Verstopfung eine Krankheit zugrunde, die idiopatisches Megakolon heißt. Hintergrund können neurologische Probleme oder Darmträgheit sein.

Wiederkehrende Verstopfungen sind nicht lustig. Zu den vom Tierarzt vorgeschlagenen Lösungen gehören möglicherweise eine Steigerung der Flüssigkeitszufuhr für Ihr Haustier, indem Trockenfutter durch Nassfutter ersetzt wird, mehr Bewegung oder eine kontrollierte Gewichtsabnahme. Vielleicht empfiehlt Ihr Tierarzt auch eine Umstellung beim Futter auf eine Spezialnahrung für Katzen mit Verdauungsproblemen. Wenn sich Ihr Liebling in der Katzentoilette jedes Mal vergebens krümmt und quält, sollten Sie ihn so schnell wie möglich von einem Tierarzt untersuchen lassen.

3. Haarballen

Haarballen sind extrem verbreitet, aber das heißt nicht, dass Ihre Katze damit leben muss. Solche Ansammlungen von Haaren bilden sich, wenn eine Katze beim Putzen lose Haare schluckt. Normalerweise passieren die Haare einfach den Verdauungstrakt und werden ausgeschieden, wenn Ihr Stubentiger in der Katzentoilette Kot absetzt.  Wenn sie aber im Magen verbleiben, können sie sich zu Haarballen sammeln.

Das Erbrechen eines Haarballens einmal im Monat wird als normal betrachtet, aber wenn es öfter passiert, sollten Sie sich an Ihren Tierarzt wenden.

Für Katzen, die zur Beherrschung eines Haarballenproblems eine Futterumstellung benötigen, bietet Hill's eine große Bandbreite von Anti-Haarballen-Katzenfutter, das helfen kann. Es wird mit einer speziell zusammengestellten Fasermischung zubereitet, um die Bildung von Haarballen im Magen zu reduzieren. Es ist außerdem kalorienreduziert, was von besonderem Vorteil ist, weil in klinischen Studien herausgefunden wurde, dass die meisten Wohnungskatzen mit Übergewicht zu kämpfen haben. Wenn das Haarballenproblem weiterhin bestehen bleibt, sollten Sie vielleicht eine professionelle Fellpflege für Ihre Katze in Erwägung ziehen (Löwenschnitt verlangen) oder Ihren Tierarzt aufsuchen.

Gähnende weiße Katze mit blauem Halsband.

4. Chronische Darmentzündung und Enteropathie

Wenn eine Katze über drei oder mehr Wochen Probleme wie Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit hat, kann es sich um eine chronische Enteropathie handeln.

Chronische Enteropathie ist nichts weiter als ein Fachbegriff für eine chronische Erkrankung des Darms. In vielen Fällen der chronischen Enteropathie liegt ein gewisser Entzündungsgrad im Magen-Darm-Trakt vor (den Ihr Tierarzt nur bei einer sogenannten Endoskopie über eine Biopsie nachweisen kann). Deswegen wird die Krankheit auch chronische Darmentzündung (IBD für Inflammatory Bowel Disease) genannt.

Glücklicherweise kann man heute bei einer chronischen Enteropathie häufig mit einer speziellen Diät oder Steroiden Abhilfe schaffen, so dass eine Endoskopie nur in schweren oder speziellen Fällen erforderlich wird. Die Versorgung einer Katze, die an chronischer Enteropathie leidet, erfordert eine sorgfältige Diagnose durch den Tierarzt und ist oft mit ‚Versuch & Irrtum‘ verbunden, bevor Sie und Ihr Tierarzt die beste Behandlung finden. Also verlieren Sie bitte nicht die Geduld!

5. Futterallergien

Echte Nahrungsmittelallergien sind bei Katzen relativ selten, wobei die Zeitschrift BMC Veterinary Research als am häufigsten vorkommende Unverträglichkeiten Rind, Fisch und Huhn auflistet. Wenn solche Futterallergien auftreten, kann es bei Ihrer Katze zu Magen-Darm-Beschwerden (Erbrechen, Durchfall oder Blähungen), Hautreaktionen (Juckreiz, rote Flecken und Haarausfall) oder beidem kommen.

Wenn Ihr Tierarzt den Verdacht auf eine Allergie äußert, wird er einen 10- bis 12-wöchigen Ausschlussversuch mit Diätfutter verschreiben. Während dieser Zeit dürfen Sie Ihrer Katze NUR das empfohlenen Futter geben, um Inhaltsstoffe auszuschließen, auf die sie vielleicht allergisch ist. Sollte Ihre Katze während dieser Zeit irgendetwas anderes fressen, müssen Sie mit dem Versuch wieder ganz von vorne anfangen. Bei einem tatsächlich allergischen Patienten sollten sich die Magen-Darm-Beschwerden normalerweise nach 2 bis 3 Wochen und die Hautreaktionen nach 8 bis 12 Wochen bessern.

Aber geraten Sie nur nicht in Panik, wenn Ihre Katze plötzlich Verdauungsprobleme entwickelt. Ihr Tierarzt kann Ihnen helfen, die Ursache des Problems herauszufinden, und wird Ihnen einen Plan vorschlagen, damit sich Ihre Katze besser fühlt.

Biographie der Autorin

Dr. Sarah Wooten

Dr. Sarah Wooten

Dr. Sarah Wooten absolvierte ihr Studium an der UC Davis School of Veterinary Medicine im Jahr 2002. Dr. Wooten ist Mitglied der American Society of Veterinary Journalists und teilt ihre berufliche Zeit zwischen einer Kleintierpraxis in Greeley, Colorado, öffentlichen Vorträgen über Fragen von Kollegen, Coachings und Kundenkommunikation sowie dem Schreiben auf. Sie genießt das Campen mit ihrer Familie, Skifahren, SCUBA und die Teilnahme an Triathlons.

Ähnliche Artikel

  • Katzen-Gesundheit - vom Kätzchen zur gesunden Katze

    154502253 Der Moment ist da: Ein neues K&auml tzchen kommt ins Haus. Gleich von der ersten Minute an, gilt es nun, die gute Gesundheit des Neuank&ouml mmlings zu unterst&uuml tzen.
  • Umgang mit Haarballen

    Nahezu alle Katzenbesitzer haben schon einmal Haarballen gesehen - und Sie kennen auch das sonderbare Geräusch, das eine Katze erzeugt, die versucht, einen der Haarklumpen hoch zu würgen.
  • Die übergewichtige Katze

    Cat playing with ownerw Viele Katzenbesitzer machen sich Sorgen, wenn ihre Katze Gewicht ansetzt. Kastrierte Katzen benötigen nur ein Drittel der Nahrung die sie vor der Kastration bekommen haben.
  • Eine trockene Katzennase - ein Krankheitssignal?

    Viele besorgte Katzenbesitzer fragen sich, ob eine trockene Nase bedeutet, dass Ihre Katze krank ist. Die Antwort ist einfach: Nein. Es gibt viele Gründe, warum Ihr vierbeiniger Liebling eine trockene, warme Nase haben kann - und die haben nicht unbedingt mit seiner Gesundheit zu tun.

Ähnliche Produkte