Mitarbeiterautor
|17. März 2026
Magenbeschwerden bei Hunden kommen recht häufig vor, und praktisch alle Hundeeltern haben schon einmal mit Verdauungsproblemen der einen oder anderen Art bei ihrem Hund zu tun gehabt, wenn auch vielleicht nur gelegentlich. Zwar klingen viele Verdauungsbeschwerden von selbst ab, doch können manche schwerwiegender sein. Es ist daher wichtig, den Unterschied zu kennen. In diesem Artikel gehen wir darauf ein, warum Magenbeschwerden bei Hunden häufig vorkommen, was die Ursachen sein können, was du zu Hause tun kannst und wann du tierärztlichen Rat einholen solltest.
Genau wie bei uns Menschen ist auch für unsere Hunde und Katzen eine gute Verdauung der Schlüssel zu Wohlbefinden und einem vitalen Leben. Der Begriff „Verdauungsstörung“ bezieht sich auf jeden Zustand, der eine ordnungsgemäße Verdauung verhindert oder die Geschwindigkeit, mit der das Futter den Verdauungstrakt durchläuft, in jede Richtung verändert!
Hunde neigen besonders zu Verdauungsstörungen, da sie sehr gerne Dinge fressen, die sie nicht fressen sollten! Hunde fressen fast alles, einschließlich Erbrochenem und Kot, egal ob von ihnen selbst oder von anderen Tieren. Wenn man dazu noch das Futter hinzuzählt, das Hunde vielleicht von Arbeitsflächen, aus Mülleimern, von unbewachten Couchtischen und Kindern klauen, wird klar, warum ihre Mägen manchmal in Aufruhr geraten.
Im Grunde genommen jede Abweichung von den normalen Essgewohnheiten und der Bildung von geformtem, normalem Kot. Die häufigsten Anzeichen sind:
Zu den eher unauffälligen Symptomen zählen:
Es gibt viele Ursachen für Magenbeschwerden bei Hunden, doch die häufigsten sind die Folgenden:
Zu den gefährlichsten Momenten für deinen Hund gehören die Zeiten, in denen du feierst. Geburtstage und Festtage wie Weihnachten oder Ostern können besonders gefährlich sein. Das liegt zum einen daran, dass im Haus oft Chaos herrscht, sodass dein Hund möglicherweise weniger beaufsichtigt wird als sonst, und zum anderen daran, dass sich zu diesen Zeiten einige der für Hunde gefährlichsten Lebensmittel im Haus befinden. Viele Lebensmittel für Menschen sind für Hunde giftig, insbesondere:
Wie du siehst, sind viele unserer Festtagsgerichte sehr problematisch! Sei in der Vorweihnachtszeit besonders wachsam und halte diese Lebensmittel von deinem Hund fern. Hänge keine Schokolade an den Weihnachtsbaum, oder nur ganz oben und außer Reichweite.
Du hast wahrscheinlich selbst schon einmal unter Magenbeschwerden gelitten, und wahrscheinlich musstest du deswegen nicht zum Arzt gehen. Das Gleiche kann auch bei leichten Magenverstimmungen bei Hunden zutreffen, insbesondere wenn sie etwas gefressen haben, das zwar nicht giftig ist, ihnen aber einfach nicht bekommt. Wenn dein Hund recht aktiv und munter ist, aber unter leichtem Erbrechen und Durchfall leidet, kannst du wahrscheinlich ein oder zwei Tage abwarten und sehen, ob sich die Beschwerden von selbst bessern. Wenn du unsicher bist, hole bitte tierärztlichen Rat ein. Du kannst deine Tierärztin oder deinen Tierarzt auch nach einem leicht verdaulichen Aufbaufutter für die Magen-Darm-Erholung fragen, das du deinem Hund einige Tage lang füttern kannst. Wenn dann wieder alles in Ordnung ist, kannst du schrittweise wieder auf sein normales Futter umstellen. Verweigere deinem Hund kein Futter, es sei denn, er erbricht sich aktiv. Die Ernährung ist für die Heilung des Darms von großer Bedeutung.
Du solltest allerdings tierärztlichen Rat einholen, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:
Die Wahl der richtigen Behandlung richtet sich ganz nach der spezifischen Ursache. Dein Hund benötigt möglicherweise Medikamente, beispielsweise zur Beruhigung der Magenschleimhaut, Antazida, Antiemetika (Medikamente gegen Erbrechen), Entzündungshemmer oder Mittel gegen Parasiten. Ergänzend können weitere Untersuchungen wie Bluttests, bildgebende Verfahren oder Biopsien nötig sein, um der Ursache präzise auf den Grund zu gehen. Eines ist jedoch sicher: Die Ernährung spielt bei der Behandlung von Magenproblemen bei Hunden eine entscheidende Rolle. In vielen Fällen ist eine Umstellung der Ernährung der beste Ansatz, und es ist keine langfristige medikamentöse Behandlung erforderlich.
Bei akuten Beschwerden wird dir deine Tierärztin oder dein Tierarzt wahrscheinlich das zuvor erwähnte Aufbaufutter empfehlen. Dieses Futter ist leicht verdaulich und enthält hochwertiges Eiweiß und Kohlenhydrate sowie zugesetzte Omega-Fettsäuren und Antioxidantien. Außerdem enthält es wertvolle präbiotische Ballaststoffe, die dazu beitragen, die „guten“ Bakterien zu ernähren und wichtige Mikroorganismen im Darmmikrobiom wiederherzustellen. Wahrscheinlich benötigt dein Hund dies nur für einige Tage oder Wochen, bis sich sein Magen-Darm-Trakt vollständig erholt hat.
Manche Hunde, die zu Magenproblemen neigen, können dieses Futter auch langfristig erhalten. Wenn dein Hund eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hat, ist möglicherweise eine Eliminationsdiät sowie ein Diätfutter für Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten erforderlich. Bei manchen Hunden mit wiederkehrenden Darmproblemen kann eine ballaststoffreichere Ernährung mit einem deutlich höheren Anteil an präbiotischen Ballaststoffen am besten helfen, um einen festen und normalen Stuhlgang zu gewährleisten.
Manchmal bedarf es einiger Versuche, bis der Verdauungstrakt deines Hundes wieder in Topform ist, aber je früher du tierärztlichen Rat einholst, desto besser. Dein Hund wird sich schneller besser fühlen, und die Schädigung des Darms bleibt so gering wie möglich. Magenbeschwerden gehören für die meisten Säugetiere, darunter auch Hunde und Menschen, zum Leben. Doch mit rechtzeitiger Behandlung, einer ausgewogenen Ernährung und etwas liebevoller Pflege gehören sie in den allermeisten Fällen schon bald der Vergangenheit an.
Die häufigste Ursache ist der Verzehr von etwas, das dir nicht bekommen ist, wie zum Beispiel ein Tierkadaver, Lebensmittel aus dem Mülleimer oder etwas Verdorbenes. Weitere Ursachen sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Vergiftungen, Parasiten und Infektionen. Achte stets darauf, dass die Impfungen deines Hundes auf dem neuesten Stand sind.
Ja. Hunde können schnell dehydrieren und erkranken, wenn das Erbrechen nicht behandelt wird. Magenverdrehungen, Vergiftungen und Darmverschlüsse stellen ebenfalls Notfälle dar.
Das hängt von der Ursache des empfindlichen Magens ab. Sollte dein Hund eine unerwünschte Reaktion auf sein Futter zeigen, benötigt er möglicherweise eine Ernährung mit hydrolysierten oder neuartigen Proteinen. Möglicherweise benötigt er lediglich eine leicht verdauliche und hochwertige Ernährung, um das Darmmikrobiom gesund zu halten.
* Eine multizentrische Fütterungsstudie über den Einfluss von Ernährungsinterventionen bei Hunden mit Magen-Darm-Störungen. Hill’s Pet Nutrition, Inc. Pet Nutrition Centre, 2003.
Verfasst von Emma Milne, BVSc FRCVS, und geprüft von Dr. Karen Shenoy, DVM.
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